Sehr geehrter Fachpartner,
zunächst eine Zwischeninfo zum Thema EEG-Novelle:

Die aktuelle Lage EEG2014 ist wie folgt:
1. Bestandsanlagen werden ‎definitiv nicht belastet.
Das bedeutet: Alle Anlagen, die bis einschließlich 31. Juli 24.00 Uhr in Betrieb gehen, bleiben abgabenfrei.

2. Eigenverbrauchsabgabe für Anlagen ab 1. August
Es wird eine Abgabe geben, es bestehen aber Chancen, dass diese die Rentabilität von Eigenverbrauchsanlagen wahrt.

Das Problem: Die genaue Höhe dieser Abgabe und die Bagatellgrenze werden noch verhandelt. Um den Druck‎ aufrecht zu erhalten, kommuniziert die Branche nach außen unsere Enttäuschung über die Ergebnisse des Energiegipfels. Klarheit über diese beiden Punkte wird es bis spätestens zum ‎8. April geben. ‎Hoffnung macht, dass seit gestern Abend die Eigenverbrauchsabgabe von (industrieller) KWK und PV gleich hoch sein wird und dass die Solarwirtschaft dadurch in einem Boot mit der Industrie sitzt.

3. Off-Grid werden auch nach dem 1. August von der Eigenverbrauchsabgabe ausgenommen.
Trotz Energiegipfel ist die Zukunft solarer Selbstversorger offen

Wichtig für Kunden: Diese Info gibt es schriftlich von der Bundesregierung

Berlin, 2.4.2014: Mit Enttäuschung reagiert die Solarbranche auf die Ergebnisse der gestrigen Verhandlungsrunde zwischen Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel und den Ministerpräsidenten der Bundesländer. In der für den weiteren Solarstrom-Ausbau entscheidenden Frage – der Befreiung solarer Selbstversorger von der EEG-Umlage – sei es dem Vernehmen nach zu keiner konkreten Einigung gekommen. Während stromintensive Unternehmen weitgehend von der EEG-Umlage befreit bleiben, sollen nach aktuellen Plänen der Bundesregierung gewerbliche Solaranlagen-Betreiber für die Nutzung selbst erzeugten Solarstroms ab dem 1.8.2014 eine Energiewende-Abgabe in Höhe von 4,4 Cent je Kilowattstunde entrichten müssen. Mieter sollen bei solarer Direktversorgung sogar die volle EEG-Umlage zahlen. Diese Ungleichbehandlung stößt bei der Solarbranche und bei Verbraucherschützern auf massive Kritik.

Der Bundesverband Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar) hat in den letzten Wochen wiederholt auf die große Bedeutung gewerblicher Investoren für den weiteren Ausbau der Solarenergie und den Erfolg der Energiewende hingewiesen. Unternehmer aus Handel, Gewerbe und Dienstleistung realisierten im letzten Jahr über die Hälfte aller Photovoltaik-Investitionen in Deutschland. Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des BSW-Solar: „Der Eigenverbrauch von Solarstrom ist ein wichtiger und kostengünstiger Treiber der Energiewende und sollte deshalb weiter von der EEG-Umlage befreit bleiben. Andernfalls wird sich in Deutschland der starke Markteinbruch bei der Photovoltaik fortsetzen mit allen negativen Konsequenzen für die Arbeitsplätze in der mittelständischen Solarbranche.“ Rund 50.000 weitere Arbeitsplätze stünden auf dem Spiel.

Pressestelle
Bundesverband Solarwirtschaft e.V